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Reisende Virtuosen machten das neue Instrument bald auf dem Kontinent bekannt, das von zahlreichen Instrumentenmachern nachgebaut wurde, vor allem in Böhmen,
Bayern und Thüringen. Am erfolgreichsten war Marianne Kirchgäßner (1769-1808), für die alle großen Komponisten ihrer Zeit eigens gewidmete Werke schrieben. Bis heute bekannt ist das Adagio Köchel-Verzeichnis Nr. 356 von Wolfgang
Amadeus Mozart und sein Quintett für Glasharmonika, Flöte, Oboe und Violoncello Köchel-Verzeichnis Nr. 617. Durch die angeblich nervenschädigende Wirkung auf den Spieler, vor allem aber durch die Verbreitung des
Hammerklaviers und der im Klang konkurrierenden Physharmonika geriet das Instrument ab etwa 1830 in Vergessenheit, erst seit 1981/83 wird es wieder gebaut und gespielt. |